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Paul Johann Ludwig von Heyse (15. März 1830, Berlin – 2. April 1914, München)

Prosa

Novellen I   epub epub »Das Edle ePub«

Paul Heyse, Novellen I, Erste bis vierte Novellensammlung, Herausgegeben von brucewelch: Novellen von Paul Heyse, Verlag von Wilhelm Hertz, Berlin, 1855; Neue Novellen von Paul Heyse, J. G. Cotta'scher Verlag. Stuttgart, 1858; Vier neue Novellen von Paul Heyse, Verlag von Wilhelm Hertz, Berlin, 1859; Neue Novellen von Paul Heyse, Verlag von Wilhelm Hertz, Berlin, 1862


Novellen II   epub epub »Das Edle ePub«

Paul Heyse, Novellen II, Fünfte bis achte Novellensammlung, Herausgegeben von brucewelch: 5. Sammlung: Meraner Novellen. (1864); 6. Sammlung: Fünf neue Novellen. (1866); 7. Sammlung: Novellen und Terzinen. (1867); 8. Sammlung: Moralische Novellen. (1869)


Märchen   epub epub »Das Edle ePub«

Paul Heyse, Der Jungbrunnen, Neue Märchen von einem fahrenden Schüler, Verlag von Alexander Duncker, Berlin, 1850; Neue Märchen. Verlag von Wilhelm Hertz (Bessersche Buchhandlung), Berlin, 1899.


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unbekannt; aus der ehemaligen eBook Bibliothek


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unbekannt; aus der ehemaligen eBook Bibliothek



Paul Johann Ludwig von Heyse (15. März 1830, Berlin – 2. April 1914, München)

Paul Johann Ludwig von Heyse, geadelt 1910, war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer.

Paul Heyse war der letzte wirkliche "Dichterfürst" der deutschen Literatur. Der Schriftsteller beeindruckte durch "die Umfassenheit seiner Produktion", er sei "in jedem Sattel ein firmer Reiter", der keine Provinz der Dichtkunst ausließ, wie sein Biograf Erich Petzet schrieb. In Kunsthandlungen der Jahrhundertwende hing Heyses Bild. Für seine "Potentatengalerie" hatte ihn der Münchner Maler Franz Lenbach mit einer Art Heiligenschein gemalt. Heyses Drama "Kolberg" erschien bis 1914 in 180 Auflagen. Es war an vielen Gymnasien Pflichtlektüre und gehörte zum ständigen Repertoire der Schulfeiern an Kaisers Geburtstag oder am Sedantag. Der Dichter war einer der meistvertonten Lyriker seiner Zeit. Allein vom Gedicht "Im Walde" sind 32 Notenfassungen bekannt. Sein erster Roman "Kinder der Welt" verhalf ihm zu hoher Popularität. In Amerika gehörte er zu den vielgelesenen deutschen Autoren. Sein Stück "Hadrian" erhielt in der griechischen Übersetzung einen Bühnenpreis in Athen. Die Forscher der norwegischen "Fram" hatten seine italienischen Novellen bei der Überwinterung im arktischen Eis gelesen. Der Mannschaft wurden bei der Lektüre seiner Werke im langen Polarwinter von 1895/96 die "Sinne so wunderlich hell".

Heyses Werke wurden in alle europäischen Hauptsprachen übersetzt und sogar ins Esperanto.

Dennoch mochten oder konnten ihn drei Leser- und Kritikergenerationen nach seinem Tod 1914 nicht lesen. Um 1900 lehnten ihn die Jüngeren als einen Vertreter der älteren Dichtergeneration ab. In den von Revanchegefühlen erfüllten Jahrzehnten nach dem Ersten Weltkrieg stießen sich nationalistisch gesinnte Leser an dem Weltbürger Heyse, der zudem noch von der Mutter her jüdischer Abstammung war. Heyses Schauspiel "Kolberg" wurde als Vorlage 1944 ohne Nennung des Autors in einem der erfolgreichsten Propagandafilme der Nazis verfälscht. In beiden Deutschländern blieb der Dichter nach 1945 eine Fußnote in literaturgeschichtlichen Abhandlungen zum 19. Jahrhundert beziehungsweise zur Novellentheorie. Er erschien fast nur noch als Briefpartner unvergessener Autoren wie Fontane oder Storm. Nur selten fand sich ein Verleger, das Werk des bayrischen Berliners, wenigstens in einer Auswahl, herauszubringen. Noch immer ist sein umfangreicher Nachlass nicht vollständig erschlossen worden.

Heute erinnert sich deshalb kaum noch jemand an den ersten deutschen Schriftsteller, der 1910 - nur zwei Jahre vor dem zu allen Zeiten hochgerühmten Gerhart Hauptmann - für sein belletristisches Werk den Literaturnobelpreis erhielt. Mit Heyse wurde schon damals eine bereits vergangene Literaturepoche geehrt. Bei der Preisverleihung betonte der Sekretär der Schwedischen Akademie, Carl David af Wirsén, dass unter den "lebenden älteren Dichtern Deutschlands" Heyse "allgemein fast unbestritten als der größte anerkannt" werde.

Aufhorchen lässt, dass neben den unvermeidlichen Lobeshymnen bei der Nobelpreisverleihung von einer "Goetheähnlichen Künstlerschaft" Heyses gesprochen wurde und der Redner auf die umstrittene Stellung des Dichters anspielte: "Die parteiische Abneigung des Naturalismus hat wohl bewirkt, daß man ihn von seinem Vaterland aus nicht schon früher für den Weltpreis vorgeschlagen hat." Der Münchner Literaturprofessor Franz Muncker sprach in diesem Zusammenhang sogar von einem "manchmal sogar einseitigen Einsatz" Heyses "für den Idealismus in der Literatur". Der Vorschlag war von 82 "anerkannt urteilsfähigen Männern Deutschlands" unterstützt worden. Hätte man eine ältere Leserjury berufen, wäre das Votum damals kaum anders ausgefallen.

Noch um 1890, als längst die Stürmer und Dränger des Naturalismus Literatur und Theater aufregten, war er einer der meistverlegten Schriftsteller in Deutschland. Zeitschriften wie die "Deutsche Revue" oder die "Gartenlaube" machten ihn berühmt. In- und ausländische Blätter überhäuften ihn mit Bitten um den Vorabdruck seiner Novellen. Der Buchhandel wurde so mit Auflagen überschwemmt, dass sich einzelne Ausgaben seiner Werke auf dem Markt gegenseitig Konkurrenz machten.

Theodor Fontane glaubte deshalb 1890, dass Heyse "sehr wahrscheinlich" der Epoche "den Namen geben" werde und ein "Heysesches Zeitalter" dem Goetheschen folgen werde. "Der Vergleich mit Weimar und dem Haus am Frauenplan lag nahe", berichtete der Dramatiker Max Halbe über (die von Gottfried von Neureuther gebaute) Heyses Villa in der Münchner Luisenstraße: "Hier wie dort war es eine Hofhaltung im Kleinen. Viele Jahre, weit über ein Menschenalter hindurch, war man in München zu Heyse gepilgert wie vordem nach Weimar zu Goethe."

Verwendete Quelle: Artikel Paul Heyse in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Heyse

Dieser Artikel (Quellenangabe) basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht seit Juli 2009 unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike-Lizenz – vormals GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.