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Paul Lafargue (15. Januar 1842, Santiago de Cuba – 26. November, Draveil)

Prosa

Ein verkaufter Appetit AcrobatReader       epub       MobiPocketReader/Kindle       Kindle

Paul Lafargue, Ein verkaufter Appetit, in: Die neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens (hrsg. von Karl Kautsky), Heft 10, Stuttgart 1884, Verlag von J. H. W. Dietz



Paul Lafargue (15. Januar 1842, Santiago de Cuba – 26. November, Draveil)

Paul Lafargue war Sozialist, Arzt und Schriftsteller.

Der Mediziner und Sozialist Lafargue ist der einzige Sohn eines Kaffeeplantagenbesitzers. Da er als Teilnehmer von Diskussionen mit aufrührerischen Thesen von allen Hochschulen in Frankreich ausgeschlossen worden war, musste er sein Studium in London beenden. Dort lernte er auch Karl Marx (1818-1883) kennen und war in dessen Haus ein gern gesehener Gast und heiratete 1868 dessen Tochter Laura. Der Satiriker Lafargue forderte, gleichsam als Gegenentwurf auf Das Recht auf Arbeit, in seiner wohl bekanntesten und provokativsten Schrift ein Recht auf Faulheit und ein Verbot der fremdbestimmten Lohnarbeit. Die drei Kinder des Ehepaares verstarben während des Deutsch-Französischen Krieges in den Jahren 1870/1871, die die Familie teilweise im Exil in Spanien verbrachte. 1882 gab es eine Amnestie, so dass das Ehepaar Lafargue wieder nach Frankreich einreisen durfte. Umgehend gründete Lafargue die erste marxistische Partei Frankreichs - den Parti ouvrier. Während einer seiner Haftstrafen wurde er 1891 von seinen Anhängern ins Parlament gewählt, so dass er freigelassen werden musste. Die Angst vor geistigem und körperlichem Zerfall führte 1911 dazu, dass sich das Ehepaar nach einem Opernbesuch mit Gift selbst tötete. Die Bestattung fand auf dem Friedhof von Père Lachaise in Paris statt, zu der Vladimir Iljic Lenin (1870-1924) die Grabrede hielt. Die vorliegende Erzählung erschien 1884 zuerst in deutscher Sprache und in französischer Sprache erstmals im Jahr 1900 in der Sammlung Pamphlets socialistes.

Quelle: Lars Dangel.