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Balduin Möllhausen (27. Januar 1825, Bonn – 28. Mai 1905, Berlin)

Prosa

pdf Das Mormonenmädchen
Erster Band
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Balduin Möllhausen, Das Mormonenmädchen, Verlag Hermann Costenoble, Jena und Leipzig, 1864

pdf Das Mormonenmädchen
Zweiter Band
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Balduin Möllhausen, Das Mormonenmädchen, Verlag Hermann Costenoble, Jena und Leipzig, 1864



Balduin Möllhausen (27. Januar 1825, Bonn – 28. Mai 1905, Berlin)

Balduin Möllhausen war ein deutscher Schriftsteller und Reisender.

Möllhausens Vater war Lützower Jäger, Leutnant der Artillerie und später Ingenieur beim Eisenbahnbau in Griechenland. Seine Mutter war eine Tochter des Freiherren von Falkenstein bei Anklam. Balduin Möllhausen wuchs zunächst in Bonn auf, wo er auch das Gymnasium besuchte. Anschließend absolvierte er eine landwirtschaftliche Ausbildung in der vorpommerschen Heimat seiner Mutter und absolvierte in Stralsund seinen Militärdienst. 1849 unternahm er die erste von drei längeren Reisen nach Nordamerika. 1851 gehörte er der Expedition von Herzog Paul Wilhelm von Württemberg an. Diese Reise führte in die südlichen Rocky Mountains und nach Wyoming. Nach der Rückkehr bekam er auf Empfehlung Alexander von Humboldts eine Anstellung als Topograph bei einer neuen Expedition, die die Erkundung einer Eisenbahnroute durch Nordamerika nach Los Angeles zum Ziel hatte. Ab 1854 wohnte er in Berlin bei Humboldt, wo er Karoline Seifert kennenlernte, deren vorgeblicher Vater Kammerdiener Humboldts war; höchstwahrscheinlich war sie tatsächlich Humboldts illegitime Tochter. Möllhausen heiratete sie 1855.

König Friedrich Wilhelm IV. ernannte Möllhausen zum Kustos der Bibliotheken in den königlichen Schlössern in und um Potsdam. 1857 unternahm er die dritte Nordamerikareise. Nach seiner Rückkehr lebte er in Potsdam und ab 1886 in Berlin-Charlottenburg, wo er 1905 starb. Er wurde auf dem (heutigen landeseigenen) Friedhof Columbiadamm beigesetzt. Die Grabstätte, als Ehrengrab des Landes Berlin befindet sich im Feld O IV, G3. In Potsdam war er Mitglied der Freimaurerloge Teutonia zur Weisheit.

Er fertigte hunderte von Zeichnungen und Aquarellen an und verfasste mit seinen Reiseberichten ("Tagebuch einer Reise vom Mississippi nach den Küsten der Südsee" und "Reisen in die Felsengebirge Nordamerikas bis zum Hochplateau von Neu-Mexiko") mit die besten Reisebücher des 19. Jahrhunderts. Von ihm stammen die ersten Bilder des Grand Canyon und der dort lebenden Mohave- und Wallapai-Indianer. Sein künstlerisches Werk und seine Reisebeschreibungen gehören zu den wichtigsten Dokumenten der Erforschung des nordamerikanischen Westens. Er wurde gefördert von Alexander von Humboldt und war bekannt mit Theodor Fontane. Später verwertete er seine Erlebnisse und Erinnerungen in über 40 Romanen und einer Vielzahl von Erzählungen und Novellen. Er war mit diesen abenteuerlichen und exotischen Sujets einer der populärsten Schriftsteller seiner Zeit und zusammen mit Friedrich Gerstäcker, Karl May und Charles Sealsfield einer der bedeutendsten Autoren im Bereich des deutschen ethnologischen Abenteuerromans des 19. Jahrhunderts.

Unter den zahlreichen interessanten weiterführenden Aspekten dieses Lebens (Vater war ein in den USA recht bekannter Architekt, Freundschaft mit Prinz Friedrich Karl, Heirat mit einer vermutlich illegitimen Tochter von Alexander von Humboldt, Bekanntschaft mit Theodor Fontane, Vorlagengeber für zahlreiche Figuren und Beschreibungen Karl Mays, etwa Nscho-tschis, bildkräftiger Mitgestalter der deutschen Vorstellungen vom "Wilden Westen" usw.) ist auch die schwierige Freundschaft Möllhausens mit dem Arzt und Schriftsteller Philipp Galen zu nennen, der in den 1860er und 1870er Jahren Möllhausens Nachbar in Potsdam war. Galen war ein seinerzeit recht bekannter Verfasser von verschlungenen Kriminalromanen im englischen Stil (vgl. Wilkie Collins), sein bekanntestes Werk ist Der Irre von St. James. Möglicherweise stammen bestimmte Gestaltungselemente auch der Romane Möllhausens von diesem Vorbild.


Verwendete Quelle: Balduin Möllhausen in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Balduin_M%C3%B6llhausen

Dieser Artikel (Quellenangabe) basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht seit Juli 2009 unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike-Lizenz – vormals GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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