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Johann Karl August Musäus (29. März 1735, Jena – 28. Oktober 1787, Weimar)

Prosa

Die Entführung AcrobatReader       epub       MobiPocketReader/Kindle       Kindle

Johann K. Musäus, Die Entführung, Eine Anekdote, Aus Volksmärchen der Deutschen, Mayer und Wigand, Leipzig, 1842
Erstellt von Jürgen Beschorner, der auch die Rechtschreibung angepasst hat.


Die Bücher der Chronika der drei Schwestern AcrobatReader       epub       MobiPocketReader/Kindle       Kindle

Johann K. Musäus, Die Bücher der Chronika der drei Schwestern, Aus Volksmärchen der Deutschen, Mayer und Wigand, Leipzig, 1842
Erstellt von Jürgen Beschorner, der auch die Rechtschreibung angepasst hat.


Die Märchen vom Rübezahl AcrobatReader       epub       MobiPocketReader/Kindle       Kindle

Die Märchen vom Rübezahl erzählt von J. S. A. Musäus, Mit 51 Zeichnungen von Max Slevogt, Verlag von Bruno Cassirer, Berlin, 1914
ePub von Hans-Jürgen Horn


Zwei Märchen vom Rübezahl AcrobatReader       epub       MobiPocketReader/Kindle       Kindle

J. A. Musäus, Zwei Märchen vom Rübezahl, Illustrationen von G. A. Stroedel, Verlag Fischer und Franke, Berlin
ePub von Hans-Jürgen Horn


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Bearbeitung nach Meyer’s Groschen-Bibliothek, um 1850




Johann Karl August Musäus (29. März 1735, Jena – 28. Oktober 1787, Weimar)

Musäus war ein deutscher Schriftsteller, Literaturkritiker, Schulmann, Philologe und Märchensammler und ein sowohl satirischer wie auch volkstümlicher Erzähler der Aufklärung.

Johann Karl August Musäus wurde am 29. März 1735 als einziger Sohn des Amtskommisarius und Landrichters Johann Christoph Musäus in Jena geboren. Als Neunjähriger kam er zu seinem Onkel in Allstedt, der ihn streng nach christlichen Werten erzog. Beide zogen nach einigen Jahren nach Eisenach, weil Musäus Vater dort eine Stelle als Justiz- und Oberamtmann bekam. An der Universität von Jena studierte er zunächst von 1754 bis 1758 Theologie, wendete sich jedoch danach der klassischen Philologie zu, da er aufgrund gewisser unkirchlicher Verfehlungen die ihm angebotene Pfarrstelle in Farnroda bei Eisenach nicht annehmen durfte.

1763 erhielt Musäus eine Stelle als Pagenhofmeister in Weimar und nahm drei Jahre später eine literaturkritische Tätigkeit als Mitarbeiter der von Friedrich Nicolai herausgegebenen "Allgemeinen deutschen Bibliothek" auf. Dort rezensierte er etwa 350 zeitgenössische Romane nach den Maßstäben einer aufklärerischen, an der antiken Redekunst orientierten Kunsttheorie. 1769 wurde er von Anna Amalie, der Herzogin Sachsen-Weimar-Eisenachs, zum Professor der klassischen Sprache und Geschichte des dortigen Gymnasiums ernannt. An dieser Schule unterrichtete er auch seinen Neffen August von Kotzebue, der später ebenfalls als Schriftsteller Berühmtheit erlangte.

Im darauffolgenden Jahr heiratete er Juliane Krüger, die ihm später zwei Söhne, Karl und August, schenkte. Seinen Lebensunterhalt hatte er durch die Professorenstelle und Autorentätigkeit gesichert. Fortan führte Musäus ein behagliches Leben abseits des Hofes und des Zentrums der Weimarer Klassik mit ihren Hauptdarstellern. Er war ein Kritiker des Geniekults und der Empfindsamkeit. Seit 1776 war er Freimaurer als Mitglied der Loge 'Amalia' in Weimar. Viel Zeit verbrachte er in seinem Sommerhäuschen mit Garten, über seine dortigen Aufenthalte führte er in den letzten Lebensjahren Buch. Dort empfing und pflegte er freundschaftliche Beziehungen mit den Geistesgrößen seiner Zeit, darunter Herzog Karl August, Bertuch, Bürger, Herder, Lavater, Nicolai, Schröter und nicht zuletzt Wieland, auf dessen Anregung seine berühmte Volksmärchensammlung entstand, die ein großer Erfolg wurde und viele Auflagen sowie Übersetzungen erlebte. 1783 wurde er in den Illuminatenorden als sogenannter 'Presbyter' unter dem Namen 'Dante Alighieri/Priscillan' aufgenommen.

Er starb am 28. Oktober 1787 in Weimar an einem Polypen am Herzen. Sein Nachlass wurde 1791 von Kotzebue unter dem Titel "Nachgelassene Schriften" herausgegeben. Herder hielt eine Gedenkrede am 30. Oktober 1787.

Das Wohnhaus von Musäus am Kegelplatz in Weimar wird von der Albert Schweitzer-Stiftung genutzt, die dort ein Museum unterhält.


Verwendete Quelle: Artikel Johann Karl August Musäus In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: Johann Karl August Musäus
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