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Luigi Pirandello (28. Juni 1867, Girgenti – 10. Dezember 1936, Rom)

Prosa

Die Wandlungen des Mattia Pascal epub        epub       MobiPocketReader/Kindle       Kindle

Luigi Pirandello, Die Wandlungen des Mattia Pascal, Roman, Alf Häger Verlag, Berlin, 1925 Übersetzer Edgar Wiegand
Angepasste Rechtschreibung von Jürgen Beschorner




Luigi Pirandello (28. Juni 1867, Girgenti – 10. Dezember 1936, Rom)

Luigi Pirandello war ein italienischer Schriftsteller. Er wird zu den bedeutendsten Dramatikern des 20. Jahrhunderts gezählt und erhielt 1934 den Nobelpreis für Literatur.

Pirandello wurde auf einem kleinen Landgut mit dem Namen Caos (dt.: Chaos) in einem Vorort von Agrigent als Sohn eines Schwefelgrubenunternehmers geboren. Er wuchs auf in Agrigent und Palermo und veröffentlichte schon während der Schulzeit erste literarische Versuche. Nach der Beendigung der Schule 1887 studierte er 1888/89 Romanische Philologie in Rom und vom Wintersemester 1889/90 bis zum Sommersemester 1891 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. In Bonn promovierte er über das Thema Laute und Lautentwicklung der Mundart von Girgenti, wurde allerdings nie Lektor am Romanischen Seminar, auch wenn er das mehrfach ankündigte. Heute erinnert eine Erinnerungsplakette an sein damaliges Wohnhaus, Breite Straße 83, und eine nach ihm benannte Straße im Bonner Ortsteil Ippendorf an seine Zeit in Bonn.

1892 kehrte Pirandello nach Italien zurück, ließ sich in Rom als freier Schriftsteller nieder und arbeitete als Journalist, bestritt seinen Lebensunterhalt aber hauptsächlich aus Zuwendungen seines Vaters und später den Erträgen der Mitgift seiner Frau. Er heiratete Ende Januar 1894 Antonietta Portulano; aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. 1897 wurde er in Vertretung Hochschuldozent für Italienische Stilistik an der Pädagogischen Akademie in Rom, 1904 musste er nach dem Konkurs seines Vaters, bei dem auch die Mitgift Antoniettas verloren ging, tatsächlich als Schriftsteller und Professor die Familie erhalten. 1908 wurde er an diesem Institut zum Ordentlichen Professor ernannt. Diese akademische Stellung behielt er bis 1922. Seine Frau erkrankte psychisch und musste schließlich 1919 in einer geschlossenen Anstalt untergebracht werden; dort starb sie 1959.

Bereits 1904 erzielte Luigi Pirandello einen ersten großen Erfolg mit seinem Fortsetzungsroman Mattia Pascal, der bereits 1905 als „Der gewesene Matthias Pascal“ in Deutschland erschien. Erst in den 1910er Jahren wandte er sich dem Drama zu, dem Gebiet, das ihm weltweit literarischen Ruhm einbringen sollte. 1921/22 hatte er großen, teilweise von Skandalen begleiteten Erfolg mit seinen Stücken Sechs Personen suchen einen Autor und Heinrich IV. 1924 eröffnete er ein eigenes Theater, das Teatro d’Arte in Rom, weil Mussolini seine Unterstützung für eine grundlegende Modernisierung des italienischen Theaters zugesagt hatte. Da diese Zusage nicht eingehalten wurde, ging er danach mit seiner Truppe auf Tourneen, die ihn durch Europa und nach Südamerika führten, musste sie aber 1928 auflösen und ging in ein freiwilliges Exil nach Berlin, 1930 dann weiter nach Paris. 1934 erhielt er den Nobelpreis und kehrte nach Rom zurück, wo er am 10. Dezember 1936 starb.



Verwendete Quelle: Artikel Luigi Pirandello in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: Luigi Pirandello

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