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Maximilian Schmidt (25. Februar 1832, Eschlkam – 8. Dezember 1919, München)

Prosa

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Maximilian Schmidt, Regina, Volkserzählung aus dem Passauer Walde, H. Haessel Verlag, Leipzig, 1907
Erstellt und an die neue Rechtschreibung angepasst von Jürgen Beschorner


Maximilian Schmidt (25. Februar 1832, Eschlkam – 8. Dezember 1919, München)

Maximilian Schmidt genannt Waldschmidt war ein bayerischer Heimatschriftsteller.

Maximilian war der Sohn des Oberzollverwalters Adalbert Schmidt und seiner Frau Karoline, geborene Karg. Schon als Kind erfand er Geschichten für seine beiden Geschwister und inszenierte mit der Dorfjugend Theateraufführungen. Nach dem Besuch der Klosterschulen in Metten und Straubing und des Gymnasiums in Passau absolvierte Schmidt die Gewerbeschule in Hof an der Saale, wohin sein Vater als Beamter versetzt worden war. Mit 16 Jahren begann Maximilian ein Studium am Polytechnikum in München, meldete sich 1850 als Freiwilliger zum Militärdienst und war 1859 Inspektionsoffizier am Königlichen Kadettencorps in München. Nach dem Feldzug 1866 im Deutschen Krieg wurde er zum Hauptmann befördert, ein Jahr später krankheitshalber pensioniert und beendete 1874 den Militärdienst. Seit 1863 war Maximilian Schmidt mit der wohlhabenden Auguste Haßlacher verheiratet. Fünf Kinder kamen zur Welt, von welchen zwei das erste Lebensjahr nicht überlebten.

Bereits während seiner Militärzeit begann Schmidt zu schreiben. Die ersten Erzählungen und Romane beschäftigten sich mit Personen aus dem Bayerischen Wald, deren Leben er einfühlsam und verständnisvoll beschrieb. An seinem 31. Geburtstag überreichte er bei einer persönlichen Audienz dem bayerischen König Maximilian II. seine ersten Veröffentlichungen. Nach seiner Pensionierung im Jahre 1874 schrieb er Geschichten aus dem oberbayerischen Raum, deren Erstveröffentlichungen als Fortsetzungsromane meist in Zeitungen und überregionalen Zeitschriften erschienen, kehrte thematisch zum Böhmer- und Bayernwald, ins Chodenland und Künische Gebirge zurück; ein Teil seiner Volksstücke spielte im bayerischen Hochgebirge. 1869 gründete er mit Geldmitteln seiner Frau eine Holzzeugfabrik in Regenstein, heute ein Ortsteil von Bad Kötzting in der Oberpfalz, die wenige Jahre später in Konkurs ging, da die erhoffte Bahnverbindung zum Werk nicht verwirklicht wurde.

Der bayerische König Ludwig II. ernannte Maximilian Schmidt 1884 zum königlich bayerischen Hofrat und soll ihn zu einem seiner Hauptwerke „Die Fischerrosl von St. Heinrich“ angeregt haben. Anlässlich des 60. Geburtstages erhielt er von Furth im Wald, Eschlkam und Lam die Würde eines Ehrenbürgers. Prinzregent Luitpold als begeisterter Leser von Schmidts Veröffentlichungen wollte ihn in den Adelsstand erheben, dies soll Schmidt abgelehnt haben. Stattdessen durfte er ab 1898 den Namenszusatz genannt Waldschmidt führen. Dieser Beiname wurde erblich und ist bis heute bei seinen Nachkommen in Gebrauch.


Verwendete Quelle: Maximilian Schmidt in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: Maximilian Schmidt

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