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Johannes Trojan (14. August 1837, Danzig – 23. November 1915, Rostock)

Johannes Trojan war ein deutscher Schriftsteller.

Johannes Trojan wurde als Sohn eines Kaufmanns in Danzig geboren, der eine Zeit lang Vorsteher der Stadtverordneten und seit 1849 Deputierter der zweiten Kammer in Berlin war. In seiner Freizeit dichtete der Vater oft, was sich auf seinen Sohn übertrug. 1841 starb die Mutter, der Vater verheiratete sich bald wieder. Johannes Trojan besuchte ein Gymnasium, an dem er 1856 seine Reifeprüfung ablegte.

Zunächst studierte er fünf Semester Medizin an der Universität Göttingen, dann Germanistik in Berlin und Bonn. Seit 1859 lebte er in Berlin und wurde 1862 Hilfsredakteur der Berliner Montagszeitung. Er war ein Bewunderer Otto von Bismarcks, ab 1866 Redakteur des politisch-satirischen Wochenblattes Kladderadatsch und von 1886 bis 1909 dessen Chefredakteur. Wegen Majestätsbeleidigung musste er 1898 eine zweimonatige Haft in der Festung Weichselmünde verbüßen. Er berichtet darüber in satirischer Form in seiner Schrift „Zwei Monate Festung“. Nach seinem Ausscheiden aus dem Kladderadatsch lebte er seit 1909 zurückgezogen in Warnemünde.

Johannes Trojan verfasste Erzählungen, Plaudereien, Reiseberichte sowie Beiträge zur deutschen Pflanzenwelt. Viele von diesen Texten erschienen in der National-Zeitung. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Kinder- und Scherzgedichte sowie seine Erzählungen für Jugendliche.

Zu seinem Freundeskreis gehörten Heinrich Seidel und Julius Stinde, mit denen er im Allgemeinen Deutschen Reimverein unter dem Dichternamen „Theodor Janzen“ wirkte.

Johannes Trojan starb im Alter von 78 Jahren und wurde auf dem Neuen Friedhof in Rostock beigesetzt.

Verwendete Quelle: Artikel Johannes Trojan. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. November 2007, 21:57 UTC.
URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Johannes_Trojan&oldid=38983955
(Abgerufen: 14. Dezember 2007, 21:50 UTC)
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